Reichenbach im VogtlandReichenbach im Vogtland
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Schneidenbach

Ansicht Schneidenbach OrtsteilzentrumSchneidenbach entstand gegen Ende des 12. Jahrhunderts als fränkische Siedlung am Rande des sorbischen Siedlungsgebietes rund um Mylau. Die Siedler legten ihre Höfe als Waldhufendorf an, dessen typischer Charakter weitgehend erhalten ist. Die Erschließung erfolgte ausschließlich über Weggabelungen.
Die Erstnennung als "villa Sneytenbach" geht ins Jahr 1292 zurück. Das mittelhochdeutsche Wort "sneite" bedeutet soviel wie Scheide oder Grenze. Bei dem erwähnten "Grenzbach" dürfte es sich um die Göltzsch handeln, die damals die Grenze zwischen der zur Burg Mylau gehörigen Herrschaft und einem großen Waldgebiet, das von der Herrschaft Elsterberg erschlossen wurde, bildete.
Im Mittelalter umfasste das Dorf rund zwei Dutzend Bauerngüter. 1557 gab es "31 besessene Mann, vier Häusler und 20 Inwohner". Jahrhunderte lang mussten die Bauern den Herrn auf der Burg Mylau und später auch den Schlossbesitzern von Netzschkau fronen. Schneidenbach war bis zum Ende des 19. Jahrhunderts stets ein entlegenes Bauerndorf.

Mit dem Bau der Eisenbahnlinie Mylau - Lengenfeld erhielt das Dorf 1905 einen Eisenbahnanschluss, der 1957 wieder eingestellt wurde. Bis 1970 wurden die Schulkinder im Ort unterrichtet.
1960 gründete man die LPG „Gesegnetes Land“. Gegenwärtig gibt es wieder zehn bewirtschaftete Bauerngüter.