Reichenbach im VogtlandReichenbach im Vogtland
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Friesen

Ansicht Friesen in Richtung ReichenbachFriesen entstand als sorbische Siedlung im frühen Mittelalter. Der Ortsname leitet sich vom slawischen Wort „brezina“ ab und bedeutet Birkenwald. Das Rittergut wurde vermutlich um 1200, rund 200 Meter nördlich vom Slawenweiler, angelegt. Die Erstnennung von Friesen geht ins Jahr 1433 zurück. Darin wurde das Vorwerk „Frysen“ an einen Reinhard von Schönfels für drei Jahre verpfändet. Wenig später gelangte es an den Besitzer der Burg und Herrschaft Mylau Conrad Metzsch. Bei der Teilung der Herrschaft 1571 wurde das Schloss Friesen Sitz der Teilherrschaft, zu der auch Reichenbach gehörte. Seitdem saßen die adligen Herren der Patrimonialstadt Reichenbach auf Schloss Friesen. In Reichenbach am Johannisplatz war das dazugehörige Stadt- und Gerichtshaus.

Das alte Bauerndorf war eine unregelmäßige rundliche Siedlung von wenigen kleinen Gütern. Im 16. Jahrhundert gab es sieben Güter und drei Mühlen. 1705 waren es nur noch fünf Güter, da die anderen in der Zwischenzeit vom Feudalherrn zum Rittergut geschlagen worden waren, das zuletzt drei Viertel der 200 ha großen Ortsflur umfasste. Die Familie Metzsch, die rund 500 Jahre auf Friesen saß, stellte stets treue Diener ihrer kurfürstlichen und später königlichen Herren in Dresden.

In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts wirkte sich die Nähe der Stadt Reichenbach verändernd auf die Zahl und die Struktur der Einwohnerschaft und auf das Ortsbild aus. Lebten 1834 in Friesen 114 Einwohner, so waren es im Jahr 1910 bereits 559.