Reichenbach im VogtlandReichenbach im Vogtland
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Brunn

Ansicht Brunn - Dr.-Eckener-StraßeBrunn entstand vermutlich zur Zeit der deutschen Ostexpansion um 1200, als sich ein halbes Dutzend Bauern am Rand einer Sorbensiedlung niederließen und weit in den Wald ihre Rodungen vortrieben. Als lockeres Platzdorf mit Gutsblockflur angelegt, entwickelte sich erst viel später das Oberdorf an der Straße nach Cunsdorf. Der Charakter eines sogenannten Straßendorfes ist auch heute noch ersichtlich. Der Lückenschluss erfolgte in jüngster Zeit durch den Bau von Eigenheimen.

Die Erstnennung des Ortes geht auf das Jahr 1367 zurück, als Heinrich Reuß, Vogt von Plauen, dem böhmischen König die Stadt Reichenbach mit den umliegenden Dörfern verkaufte. Das Dorf gehörte danach den Herren von Wolframsdorf auf Reuth, die es 1496 an den kurfürstlichen Rat und Amtmann in Weimar, Caspar Metzsch auf Netzschkau, veräußerten. Aus dem vorhandenen Vorwerk entwickelte sich das Rittergut. 1607 gab es im Ort vier Ganzhöfe, einen Viertelhof und neun Achtelhöfe. Zwischen 1653 und 1780 besaß Carol Bose das Rittergut, das dann bis 1911 wieder in den Besitz der Familie Metzsch überging. Danach gehörte das Rittergut Brunn der Stadt Reichenbach und ging als Volksgut Brunn nach der Bodenreform in gesellschaftliches Eigentum über.

Ab 1836 bildete der Ort mit Cunsdorf einen eigenen Schulbezirk. Die Schule wurde 1964 geschlossen.
Mit dem Bau der Eisenbahnlinie Greiz-Neumark erhielt Brunn 1865 eine Bahnstation.
Das größte Ereignis in der Ortsgeschichte war die Landung des Luftschiffes „Graf Zeppelin“ am 28. September 1930 auf der Brunner Flur, bei der mehr als 100.000 Gäste im Ort weilten.