Reichenbach im VogtlandReichenbach im Vogtland
Reichenbach im Vogtland Reichenbach im Vogtland
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Zur Geschichte der Stadt Mylau

Mylau befindet sich in der Nähe der berühmten Göltzschtalbrücke im nördlichen Vogtland und unweit von Reichenbach. Oberhalb des Eisenbahnviadukts füllt der Ort (ca. 3000 Einwohner) das gesamte Tal und die benachbarten Hänge aus (290-370m ü. NN). Mylau ist verkehrsgünstig angebunden. Das reizvolle untere Göltzschtal bildet den landschaftlichen Rahmen der Kleinstadt.
 
Mylau verdankt seine Entstehung der Burg. Im Zuge der deutschen Besiedlung des Vogtlandes wurde sie um 1180 auf einem Felssporn im Mündungstal von Göltzsch und Raumbach errichtet. Sie war Mittelpunkt der 1212 erstmals genannten gleichnamigen Herrschaft. Dieses Gebiet gehörte zunächst zum Reichsland, gelangte 1212 als Schenkung Kaiser Friedrich II. an Böhmen, bis es 1422 zu Sachsen kam. Der Kaiser und Böhmenkönig Karl IV. besuchte 1367 seine Burg Mylau und verlieh der Siedlung unterhalb von ihr das Stadtrecht, woran sein Bild im Stadtwappen erinnert.

Burg Mylau, WehrgangHistorischer Ratssaal auf der Burg MylauNach dem Dreißigjährigen Krieg wurde die Handweberei zum wichtigsten Erwerbszweig.

Bereits seit 1772 als Adelssitz aufgegeben, nahm die Burg 1808 zeitweilig eine große Baumwollspinnerei auf.

1836 wurde in Mylau die erste Dampfmaschine des sächsischen Vogtlandes aufgestellt.



Zusammen mit Reichenbach und Netzschkau entwickelte sich die Stadt seit um 1860 zu einem bedeutenden Standort der sächsischen Textilindustrie. Nach 1918 kam als weiterer wichtiger Produktionszweig die Metallverarbeitung hinzu.

Die Fotos zeigen den Wehrgang, den historischen Ratssaal sowie die kleine Kapelle auf der Burg Mylau, die als Trauzimmer genutzt wird.

Kleine Kapelle - Trauzimmer