Reichenbach im VogtlandReichenbach im Vogtland
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Historie - Die Entstehung des Ortes Reichenbach

Reichenbach entstand vermutlich aus einer slawischen Ansiedlung. Sichergestellt ist, dass zur Zeit der deutschen Ostexpansion, Anfang des 12. Jh., in der heutigen Altstadt eine Niederlassung fränkischer Siedler bestand. Die deutsche Besiedlung des Nordvogtlandes erfolgte um 1180.
Reichenbach entwickelte sich an einem verkehrsgünstigen Punkt im Nordosten des Vogtlandes und zählt zu den ältesten Städten auf dem einst von Vögten verwalteten Territorium. Die damals wasserreichen Bäche gaben der Siedlung den Namen "Richenbach" ("riche" – reich "bach" – fließendes Wasser).
Die erste urkundliche Erwähnung des Ortes stammt aus dem Jahre 1212. Auf einem Felsplateau oberhalb der ersten Reichenbacher Kirche entstand die Stadt, die später durch eine Stadtmauer und Gräben gesichert wurde. Etwa um 1240 erfolgte die Erhebung Reichenbachs zur Stadt. In einer Urkunde vom 1. September 1271 wird erstmalig von der "civitati richenbach" gesprochen. Unter "civitas" versteht man die befestigte Marktsiedlung, die mit besonderen Verteidigungs-, Handels- und Befestigungsrechten ausgestattet ist und die gleichzeitig erste Anfänge einer gewissen Selbstverwaltung besitzt.
Reste der Stadtmauer sind am Sebastian-Bach-Platz erhalten. Nach und nach entwickelten sich Handwerk und Handel und damit verbunden entstanden Verkehrsverbindungen zwischen den einzelnen deutschen Märkten. So waren günstige Voraussetzungen für die Entwicklung des Tuchmachergewerbes und des später weitreichenden Tuchhandels gegeben. Nach dem 30-jährigen Krieg entwickelte sich das Tuchmachergewerbe in bedeutendem Umfang, doch ging der Wohlstand der Stadt mit dem Nachlassen der Konjunktur seit 1700 und durch größere Stadtbrände, unter anderem 1720, 1773 und 1833, merklich zurück.