Reichenbach im VogtlandReichenbach im Vogtland
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Peter-Paul-Kirche (evangelisch-lutherische Kirche)

Ansicht Peter Paul KircheDas Reichenbacher Gotteshaus der Schutzheiligen Petrus und Paulus wird zur Johanniskirche in Plauen (1122) gehört haben. Die Erbauung der Kirche im 12. Jh. bestätigt auch der im romanischen Baustil errichtete Turm mit seinem quadratischen Grundriss (ältester Gebäudeteil).

Die Existenz der Kirche erfahren wir indirekt aus einem Vergleichsdokument über einen beigelegten Zwist zwischen den Herren von Weida und denen von Lobdaburg bei Elsterberg im Jahre 1225. Darin wird ein Priester aus Reichenbach ‚Wernherus plebanus de Richinbach’ angeführt. Stadtbrände haben die Kirche mehrmals vernichtet. Truppen der Hussiten zerstörten zu Beginn des Jahres 1430 die gesamte Stadt mit Kirche. Es musste dann zehn Jahre lang der Gottesdienst in der Annenkapelle (Standort wird am heutigen Annenplatz vermutet) abgehalten werden.

Durch einen großen Stadtbrand 1720 wurde die Kirche wieder völlig zerstört. Am 21. April 1721 fand die Grundsteinlegung für die neue Kirche statt und am 20. August 1722 der erste Gottesdienst. Den Taufstein stiftete die Reichenbacher Familie Arzt. Im Mai 1725 übergab der sächsische Orgelbaumeister Gottfried Silbermann aus Freiberg/Sachsen eine Orgel mit 29 Registern. Auf dem romanischen Turmstumpf wurde 1780 der 8eckige Aufbau mit barocker Laterne errichtet. Der barocke Kanzelaltar aus dem Jahre 1723 (eine Stiftung des Kurfürstlichen Amtmanns Spitzner) ist eine architektonische Besonderheit. Ein Kruzifix „Christus am Kreuz“ aus dem Jahr 1680 ziert die rechte Sakristei. Sehenswert ist der 3seitig geschlossene Saal mit doppelten Emporen, Holzdecke und Strebepfeilern in einer schlichten weißen barocken Ausmalung.