Reichenbach im VogtlandReichenbach im Vogtland
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Gretchen Knoch

Gretchen KnochAntifaschistin, Ehrenbürgerin

geb. am 12. Mai 1909 in Plauen
gest. am 12. Juni 2005 in Reichenbach

Nach ihrer Schulzeit begann Gretchen Knoch in einem Plauener Textilbetrieb zu arbeiten. Bereits mit 14 Jahren trat sie dem kommunistischen Jugendverband und der Gewerkschaft des Textilarbeiterverbandes ein. Wegen ihrer politischen Tätigkeit wurde sie mehrmals entlassen und war ab 1930 arbeitslos. Im selben Jahr trat sie der KPD bei. Die Zeit von 1933 bis 1945 war durch Flucht und Gefängnis geprägt. Als Antifaschistin und Angehörige einer illegalen Widerstandsgruppe wurde sie 1933 verhaftet und wegen Hochverrats für zwei Jahre im Zuchthaus Waldheim eingekerkert. Nach Jahren der Emigration wurde sie 1939 in Prag verraten und kam erneut ins Zuchthaus Waldheim. Erst das Kriegsende brachte Gretchen Knoch wieder die Freiheit.
1954 zog sie mit Ihrem Mann nach Reichenbach und arbeitete in einer Kammgarnspinnerei, dann als Sekretär beim Rat der Stadt und später im Rat des Kreises Reichenbach. Sie wirkte bei der Gestaltung einer neuen Gesellschaftsordnung mit und bekleidete verschiedene Ämter und Funktionen. Ihr besonderes Anliegen war die Aufklärung der Jugend über den Krieg und die Verbrechen des Hitler-Faschismus. Für ihre Verdienste verlieh ihr die Stadt Reichenbach am 31. Mai 1984 die Ehrenbürgerwürde.